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20 Stunden arbeiten: So wird aus der Vollzeittabelle ein brauchbarer Vergleich

Beitrag: 02.10.2026

Illustration: Deine 20 Stunden

20 Stunden sind nicht überall eine halbe Stelle. Erst die richtige Vollzeitbasis macht eine Teilzeittabelle aussagekräftig.

Wirksamkeit: Allgemeiner Rechenweg für proportional vereinbartes Monatsentgelt; besondere KV-Regeln gesondert prüfen.

Im Stellenangebot stehen 20 Wochenstunden. In der KV-Tabelle steht ein Vollzeitbetrag. Dazwischen liegt eine einfache Division – wenn du vorher die richtige Beschäftigungsgruppe, Stufe und Vollzeitbasis erwischt hast. Genau diese Vorarbeit spart später Diskussionen.

Der Ausgangspunkt ist die Tätigkeit

Wähle zunächst den anwendbaren KV und die zur tatsächlichen Arbeit passende Gruppe. Auch die richtige Stufe und anrechenbare Zeiten gehören dazu. Erst danach ist es sinnvoll, das Entgelt auf ein anderes Stundenausmaß umzulegen. Ein sauber umgerechneter Betrag in der falschen Gruppe bleibt ein falscher Vergleich.

20 ist nicht immer die Hälfte

Teilzeit liegt nach der WKO-Darstellung vor, wenn die vereinbarte durchschnittliche Wochenarbeitszeit unter der gesetzlichen oder einer kürzeren kollektivvertraglichen Normalarbeitszeit liegt. Für den proportionalen Vergleich lautet die Rechnung: Vollzeit-Monatsbetrag × vereinbarte Wochenstunden ÷ Vollzeit-Wochenstunden.

Reines Zahlenbeispiel ohne Zuordnung zu einer KV-Stufe: Bei 3.000 Euro und 38,5 Wochenstunden ergeben 20 Stunden rund 1.558,44 Euro brutto pro Monat. Bei einer Vollzeitbasis von 40 Stunden wären es 1.500 Euro. Der Unterschied entsteht durch die Basis, nicht durch einen geheimen Teilzeittrick.

Was du getrennt betrachten solltest

Eine Monatsumrechnung sagt noch nicht, welche Zulagen bei welchen Einsätzen entstehen. Reiseaufwand, Schichtdienste oder zusätzliche Stunden brauchen ihre eigenen Voraussetzungen. Auch das Netto lässt sich nicht durch denselben Dreisatz vom Vollzeit-Netto ableiten. Die Nettoansicht dient deshalb als eigene Schätzung und benötigt einen korrekt ermittelten Bruttobetrag.

Direkt in KVInfo ausprobieren

Öffne die Lohn- oder Gehaltstabelle, wähle 20 oder 30 Wochenstunden und vergleiche die angezeigten Gruppen. Der Rechenweg zeigt die verwendete Basis. Für die Weitergabe an ein anderes System bekommst du im Excel-/CSV-Export die Originalwerte samt Einheiten und Quellen. So bleibt nachvollziehbar, was im KV steht und was du daraus berechnet hast.

Quellen- & Beitragsdatum

Auf KVInfo verfasst: 02.10.2026.

Quelle & weitere Hilfe

WKO · Teilzeitbeschäftigung und gesetzliche Grundlagen

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